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Wirkungsweise von Anabolika und Erklärung der hormonellen Funktionen des Körpers

Um die Wirkung von Anabolika, Steroiden und Prohormonen zu verstehen ist es notwendig, die Funktionen des Körpers bezüglich Aufbau von Muskelmasse und die körpereigene Hormonproduktion zu verstehen. Keine Angst, wir werden versuchen dies so einfach und kurz wie möglich zu erklären.

http://www.feelgoodnet.net/anabolika-ersatz-c-26.html
In der Pubertät beginnt der Hypothalamus (ein Abschnitt im Zwischenhirn) Gonadotropin ausschüttendes Hormon(GnRH) zu produzieren. Dieses GnRH wiederum regt die Hirnanhangsdrüse an, die Hormone LH und FSH zu produzieren. Diese beiden Hormone bewirken

schlussendlich in den Leydig Zellen(in den Hoden) die Produktion von Testosteron (LH-Luteinizing Hormon) und Spermien (FSH-Follicle Stimulation Hormon). Noch einmal vereinfacht: Das Hirn meldet der Hirnanhangsdrüse, die Hormone FSH und LH zu produzieren. Diese Hormone LH und FSH wiederum werden in den Hoden verwendet um Spermien und Testosteron zu produzieren.

 

Wenn nun ein Androgen (entweder vom körpereigenen Testosteron oder aber von einem eingenommenen anabolen Steroid) an einen Rezeptor in der Zelle(bspw. Muskelzelle) bindet, gibt es der Zelle eine Nachricht weiter. Im Falle von Testosteron ist dies die Nachricht, die Stickstoffretention zu erhöhen so dass der Körper mehr Protein verwendet und damit mehr Muskeln aufbaut. Dies ist eine sehr vereinfachte Version von den wirklichen Vorgängen aber beschreibt im Wesentlichen genau warum Anabolika, Steroide und Prohormone den Aufbau von Muskelmasse fördern.

Nun zur Kehrseite. Der Anstieg an Androgenen in den Rezeptoren sorgt neben der anabolen Wirkung des Muskelaufbaus auch für androgene Wirkungen. Die androgene Wirkung von Steroiden wird in der Umgangssprache oft als „Nebenwirkung“ beschrieben. Wir haben die zwei Wirkungen (Anabole und Androgene Wirkung) von anabolen Steroiden, Anabolika und Prohormonen in einem der letzten Artikel bereits ausführlich erläutert.

 

Doch zurück zum hormonellen Prozess ….

Das Hirn meldet also der Hirnanhangsdrüse, die Hormone LH und FSH zu produzieren welche in den Hoden dafür sorgen dass Spermien und Testosteron produziert wird. Wenn jedoch Testosteron oder ein Produkt welches zu Testosteron konvertiert eingenommen wird, merkt das Hirn dass der Testosteronspiegel bereits hoch genug ist und kein körpereigenes Testosteron mehr benötigt wird. Das Signal bleibt daher aus und die Produktion von körpereigenem Testosteron wird eingestellt.

Wenn nun am Ende einer Kur kein Testosteron mehr von aussen zugeführt wird, sinkt der Testosteronspiegel schnell ab. Leider benötigt der Körper eine ganze Weile bis das Hirn das Signal an die Hoden erneut aussendet, um körpereigenes Testosteron zu produzieren Dieser Zeitraum kann dazu führen, dass die neugewonnene Muskelmasse gleich wieder aufgrund der ungünstigen hormonellen Situation verschwindet. Genau um das zu verhindern, ist die Absetzkur da. Eine Absetzkur ist die spezielle Einnahme von Produkten am Ende einer Kur mit anabolen Substanzen. Die Absetzkur sorgt schnellsmöglich dafür, dass die körpereigene Testosteronproduktion wieder in Gange kommt und damit der Abbau von Muskelmasse verhindert wird.

Bei oralen Produkten beginnt die Absetzkur gleich am darauffolgenden Tag nachdem die Kur endet.
 
Was genau eine Absetzkur ist, was diese beinhaltet und wie genau die Wirkungsweise einer Absetzkur ist, werden wir in einem der nächsten Artikel ausführlich erläutern.

Von | 2018-11-27T14:20:40+00:00 Dezember 9th, 2014|Anabolika, Steroide|Kommentare deaktiviert für Wirkungsweise von Anabolika und Erklärung der hormonellen Funktionen des Körpers